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Monthly Archives: July 2014

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Munkholmen is a little island a 10 minute boat ride off the coast of Trondheim, first mentioned in the 10th century CE, when Olav Tryggvason brought the heads of two of his enemies and stuck them on pikes on Munkholmen, easily visible from the city.

That was honestly the fun fact the guide started the tour with, and the handful of kids went ballistic with glee. Horrible Histories, Trondheim-style.

Over the last millenium (and a cheerful hello to any Americans reading this!), Munkholmen has undergone quite a transformation, from grisly head display case and later cloister (hence the name, Monk island) to a state prison and military base for both Norwegian and, in the 1940s, German troops. Today, it’s a popular spot for family outings, as there’s lots of lawns and a few small beaches where you can relax — although the water around it is still a Norwegian fjord, so it’s mostly the kids who actually go for a dip. They also put on a play in the old guard/prison tower every summer which is supposed to be pretty good, and you can take a guided tour of the buildings.

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There’s a room in the guard tower that has a half-spherical cupola ceiling, and it throws back the sound in that weird way when you stand right in the middle, just like in Storsalen. I like weird acoustics.

It being my third summer here, I figured I should finally go — for one reason or another, every time I’ve made plans to go before, they fell through — and I spent a lovely afternoon there last week, with the wind in my nose and nothing but the sound of happy children around me. Pretty awesome by any standards, even if I did end up with a bit of a sunburn. I’m gonna be so tan this summer you guys, it’s not even funny anymore.

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Munkholmen ist eine kleine Insel im Trondheimsfjord, etwa 10 minuten Bootsfahrt von der Stadt aus, und fand das erste Mal Erwähnung, als Olav Tryggvason die Köpfe zwei seiner Feinde mitbrachte und, vom Festland aus gut sichtbar, auf der Insel aufspießte und aufstellte.

Das war mal ein überraschender Fun Fact, um eine familienfreundliche Führung durch historische Gebäude zu beginnen, und die Handvoll Kinder, die dabei war, wurden vor Freude ganz rabiat. WahnsinnsWissen, Marke Trondheim.

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Im Laufe des letzten Jahrtausends hat Munkholmen sich immer wieder verändert, wurde von einer Kopfausstellungsstätte zu einem Kloster (daher der Name ‘Mönchsinsel’), zu einem Staatsgefängnis und schließlich zu einem Militärstützpunkt für norwegische und, in den 1940ern, deutsche Truppen. Heute ist Munkholmen ein beliebtes Ausflugsziel für Familien, da es schön viele Wiesen und einige kleine Strände hat — wobei die Insel halt immer noch in einem norwegischen Fjord liegt und sich dementsprechend hauptsächlich die Kinder ins Wasser trauen. Und dann ist da natürlich der alte Gefängnis-/Wachturm, den es sich zu besichtigen lohnt, und wo im Sommer regelmäßig Theaterstücke aufgeführt werden.

Es gibt da irgendwo einen Raum, der eine halbrunde Decke hat und daher den Schall so seltsam gebündelt zurückwirft wie in Storsalen, wenn man genau in der Mitte steht. Ich mag komische Akustik.

Wenn man bedenkt, dass dies immerhin mein dritter Sommer in Trondheim ist, war es echt höchste Eisenbahn, dass ich es mal nach Munkholmen geschafft habe — es ist nicht so, dass ich nie Pläne gehabt hätte, aber irgendwie sind die jedes Mal im Sand (heh!) verlaufen. Aber der Nachmittag, den ich letzte Woche dort verbracht habe, war wirklich herrlich entspannt und ruhig abgesehen von Kindergelächter, und da kann man sich doch wirklich nicht beschweren. Ich hatte zwar anschließend einen leichten Sonnenbrand, aber naja. Wenigstens werde ich diesen Sommer ein Mal braun…

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Word of the Day

karsk — the national drink of Trøndelag, made of homemade spirit (hjembrent) and strong coffee

So, I’m back. For a while. I still can’t quite believe my luck. I have an internship in Oslo in April, so if all goes well, I’ll be here until then, and be a bit more serious about learning Norwegian and integrating myself. Which seems to be working rather well so far, although I’m taking baby steps on the integration thing. Meaning: I’m considering actually learning to ski this time around, but I recently lost a fight with a wooden bench when I lost track of where my body was (stone-cold sober, in the middle of the day), and now I have a long scratch and an impressive bruise above my knee, so it stands to reason I’m not the best candidate for having two long boards strapped to my feet. So, baby steps of Norwegian culture. Karsk.

I learned about karsk quite early on, although I didn’t have it until last night/early this morning, and I know two recipes for it. The first is, you take a kroner coin and put it in the bottom of a cup; then you pour coffee on top until you can’t see the coin anymore, and then you top it up with hjembrent until you can see it again.

The second is, you take a kroner coin, put it on the table next to your coffee, and drink hjembrent until you can’t see the coin anymore.

(Next up on the Big Red Folder…)

But yes. Although my Norwegian is quite rusty after a year with less input than I would’ve liked, I think I’m making a decent recovery, and it certainly helps that I have a) a ton of exercise materials and vocab flash cards, and b) access to fantastically nice native speakers who I met late enough last year that I’m actually comfortable speaking Norwegian with them.

 

Wort des Tages

karsk — das Nationalgetränk des Trøndelag, bestehend aus Selbstgebranntem (hjembrent) und starkem Kaffee

… und da war ich plötzlich zurück. Für eine ganze Weile. Whoaaaa. Im April habe ich ein Praktikum in Oslo und bin, soweit denn dann alles gut läuft, bis dahin in Trondheim, und widme mich hier etwas ernsthafter der norwegischen Sprache und der Integration. Was bis jetzt ganz gut läuft, wobei ich das mit der Integration langsam angehe. Soll heißen: Ich habe mir tatsächlich vorgenommen, diesmal Ski fahren zu lernen, aber ich wurde kürzlich (stocknüchtern und am hellichten Tag) von einer Holzbank angegriffen, weil ich kurz vergessen hatte, wo mein Körper so rumhing, und habe eine ordentliche Macke und einen passenden blauen Fleck abbekommen — kurzum, ich bin vielleicht nicht gerade jemand, der sich zwei lange Bretter unter die Füße schnallen sollte. Also fangen wir klein an. Mit karsk.

Was karsk ist, habe ich schon relativ früh gelernt, aber ich hatte bis gestern abend/heute früh nie die Gelegenheit, ihn auszuprobieren. Ich kenne zwei Rezepte dafür. Das erste ist: Man nehme eine Kronen-Münze und lege sie in eine Kaffeetasse, dann gieße man Kaffee darüber, bis die Münze nicht mehr zu sehen ist, und fülle die Tasse mit Selbstgebranntem auf, bis die Münze wieder sichtbar ist.

Das zweite ist: Man nehme eine Kronen-Münze, lege sie auf den Tisch neben die Kaffeetasse, und drinke Selbstgebrannten, bis man die Münze nicht mehr sieht.

(Währenddessen im Großen Roten Ordner…)

Aber ja. Mein Norwegisch ist zwar etwas rostig, nach einem Jahr mit weniger Input als mir lieb gewesen wäre, aber ich habe das Gefühl, ganz gut aufzuholen. Es hilft natürlich massiv, dass ich a) einen Haufen Lernmaterialien und Vokabelkarten mitgebracht habe, und b) viel Zeit mit fantastisch netten Muttersprachlern verbringe, die ich letztes Jahr spät genug getroffen habe, dass ich mich auch getraut habe, mit ihnen Norwegisch zu sprechen. Mit meiner linguistischen Schonzeit ist es definitiv vorbei.